Über­res­te eines 2200 Jah­re alten Tem­pels der Idu­mä­er durch moder­ne Flug­droh­ne ent­deckt

Die Werk­zeu­ge, mit denen die Archäo­lo­gen auf der Suche nach neu­en Schät­zen sind, wer­den immer viel­fäl­ti­ger. Wäh­rend man neben der klas­si­schen Aus­stat­tung wie Fackel, Pickel oder Eimer ver­wen­det, schrei­tet die moder­ne Tech­nik seit eini­gen Jah­ren auch auf dem Gebiet der Archäo­lo­gie vor­an. Mit Radar, Lidar, CAT-Scans (Com­pu­ter­to­mo­gra­phie durch Scan­ning mit­tels Röng­ten­strah­len) oder klas­si­sche Luft­auf­nah­men haben die heu­ti­gen Archäo­lo­gen bes­se­re Mög­lich­kei­ten, neue Erkun­dungs­mög­lich­kei­ten aus­zu­pro­bie­ren und dabei bis­her, unbe­kann­te archäo­lo­gi­schen Stru­ku­ten und Tem­pel­an­la­gen zu ent­de­cken. In einem aktu­el­len Fall in Isra­el wur­den auf Luft­auf­nah­men, die von einer Flug­droh­ne gemacht wor­den sind, die Grund­mau­ern eines fast 2200 Jah­re alten Tem­pels der Idu­mä­er ent­deckt.

Ein For­schungs­pro­jekt, wel­ches zusam­men mit der Isra­el Anti­qui­ties Aut­ho­ri­ty (IAA) und der Hebrew Uni­ver­si­ty of Jeru­sa­lem ver­wen­det wird, führt Erkun­dun­gen und Luft­auf­nah­men durch Flug­droh­nen zwi­schen dem Beit Guvrin Natio­nal Park und der Stadt von Amat­zia aus. Auf dem mili­tä­ri­schen Übungs­ge­län­de Hor­vat ‘Amu­da, wel­ches sich unge­fähr 15 Mei­len süd­lich von Tel Lachish befin­det, wur­de man nun durch Auf­nah­men von einer Flug­droh­ne nun fün­dig. Die Auf­nah­men, die bereits bereits aus dem Sep­tem­ber stamm­ten, wur­den jedoch bis­her noch nicht öffent­lich zugäng­lich gemacht. Denn durch eine anschlie­ßen­de Aus­gra­bung an die­sem Ort wur­den wei­te­re Fund­stü­cke und neue Erkennt­nis­se gewon­nen.

Arial des Tempels aus der Luft

Ari­al des Tem­pels aus der Luft (Dane Chris­ten­sen)

Die Archäo­lo­gen ent­deck­ten ein­drucks­vol­le Mau­er­über­res­te, die ein Alter von ca. 2200 Jah­ren haben und aus der Hel­le­nis­ti­schen Zeit in Jeru­sa­lem stamm­ten. Inner­halb die­ser Mau­er­über­res­te, des­sen Struk­tur die Archäo­lo­gen als Tem­pel deu­ten, fand man zwei klei­ne Stein­al­ta­re zur Beweih­räu­che­rung, wobei bei einem das ein Göt­zen­ab­bild eines Stiers und eines Pferds ent­hielt. Die Archäo­lo­gen hal­ten die­sen Fund als Beweis dafür, dass die Idu­mä­er die­sen Tem­pel beherrsch­ten. Der Tem­pel selbst hat ein unge­fäh­res Aus­maß von 40x45 Metern.

Die gefundenen Reste der Mauer

Die gefun­de­nen Res­te der Mau­er (Dane Chris­ten­sen)

Wer waren die Idu­mä­er? Die Idu­mä­er sind ein anti­kes Volk, das in den letz­ten Jahr­hun­der­ten vor der Zei­ten­wen­de ein Gebiet süd­lich von Judäa besie­del­te. Von der moder­nen For­schung wer­den die Idu­mä­er mit den Edo­mi­tern iden­ti­fi­ziert. Ob die­se Iden­ti­fi­ka­ti­on kor­rekt ist, ist nicht von allen akzep­tiert. Die Idu­mä­er erschei­nen im 6. Jahr­hun­dert v. Chr. west­lich des ursprüng­li­chen Sied­lungs­ge­bie­tes der Edo­mi­ter, in dem zur glei­chen Zeit die Naba­tä­er auf­tre­ten. Ob die Naba­tä­er die vor­her dort ansäs­si­gen Edomiter/Idumäer ver­dräng­ten oder die Naba­tä­er Nach­kom­men der Edo­mi­ter und die spä­te­ren Idu­mä­er eine Abspal­tung dar­stel­len, ist unge­klärt.

Quel­len des Bei­trags: Bible Histo­ry Dai­ly, Brea­king Isra­el NewsHaa­retzHNASHZ, The Fri­ends of the IAATime of Isra­el

Quel­le der Bil­der: Dane Chris­ten­sen, Michal Haber, Cla­ra Amit, Isra­el Anti­qui­ties Aut­ho­ri­ty

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