1500 Jah­re altes Mosa­ik in Ash­dod ent­deckt

Israe­li­sche Archäo­lo­gen haben ein erstaun­li­ches und gut erhal­te­nes, 1500 Jah­res altes, christ­li­ches Mosa­ik ent­deckt, wel­ches ver­mut­lich ein Teil des Bodens einer Kir­che oder eines Klos­ter war.

Nahansicht des Mosaiks

Nahan­sicht des Mosa­iks

Das Mosa­ik wur­de wäh­rend einer Aus­gra­bung in der anti­ken Stadt und Aus­gra­bungs­stät­te Ash­dod-Yam ent­deckt. Die dama­li­ge byzan­ti­sche Stadt Ash­dod-Yam liegt in der Nähe der heu­ti­gen moder­nen Stadt Ash­dod. Die Ent­de­ckung selbst wur­de bereits im August 2017 gemacht, die offi­zi­el­le Ver­kün­di­gung der Ent­de­ckung sei­tens der Isra­el Anti­qui­ties Aut­ho­ri­ty wur­de jedoch erst vor ca. einer Woche bekannt gege­ben.

Ash­dod-Yam war eine wich­ti­ge Stadt wäh­rend der byzan­ti­sche Peri­ode in Isra­el gewe­sen. Die heu­ti­ge Stadt Ash­dod, die auf den geschicht­li­chen Usprün­gen von Asdod-Yam fußt, ist heu­te die Heim­stadt der größ­ten Anhän­ger­schaft von geor­gi­schen Juden in der Welt. Anti­ke Fun­de von geor­gi­schen Juden las­sen sich bei in Zeit der byzan­ti­schen Peri­ode von Isra­el Dut­zen­de Kilo­me­ter von Ash­dod ent­fernt bis nach Jeru­sa­lem und der Umge­bung nach­wei­sen. Aber es ist das ers­te Mal, dass Spu­ren einer geor­gi­schen Kir­che oder eines Klos­ters an sei­ner Küs­te von Isra­el gefun­den wer­den konn­te.

Das Herz­stück der Ent­de­ckung ist aber wahr­schein­lich eine Inschrift in grie­chi­schen Buch­sta­ben am Fuße des Mosa­iks. Die­se Inschrift ent­hält Anga­ben zu dem Name der Grün­der­per­son und eine Zeit­an­ga­be, wann die befind­li­che, geor­gi­sche Kir­che gebaut wur­de.

Es steht geschrie­ben:

[Prä­am­bel?], die­se Arbeit wur­de mit der Grund­stein­le­gung aus­ge­führt von Pro­co­pi­us, unse­rem geseg­ne­tes­ten und hei­ligs­ten Bischof, im Monat Dios der 3. Indik­ti­on, Jahr 292.“

Inschrift auf dem Mosaik

Inschrift auf dem Mosa­ik

Der Beginn der Inschrift ist lei­der zer­stört. Die Archäo­lo­gen ver­mu­ten jedoch eine christ­lich-reli­giö­se Prä­am­bel, wie z. B. etwa „Im Namen des barm­her­zi­gen Got­tes“. Der Name Pro­co­pi­us ist der Name des Bischofs, der für Grün­dung und dem Bau offen­bar ver­ant­wort­lich war und dort das Sagen hat­te. Der Monats­mo­nat Dios ist ein geläu­fi­ger, anti­ker Monats­na­me, der in u. a. ver­schie­de­nen alt­grie­chi­schen und alt­ma­ze­do­ni­schen Kalen­der­sys­te­men ver­wen­det wur­de. Die Indi­ka­ti­on war ein 15-jäh­ri­ger Zyklus zur Jah­res­zäh­lung, der seit der Spät­an­ti­ke bis zum Ende des Mit­tel­al­ters häu­fig ver­wen­det wur­de. Und das in der Inschrift ange­ge­be­ne Jahr 292 ent­spricht dem Jahr 539 nach heu­ti­ger christ­li­cher Zeit­rech­nung.

Mosaik in Vollansicht

Mosa­ik in Voll­an­sicht

Quel­len des Bei­trags: Isra­el Anti­qui­ties Aut­ho­ri­ty, Archae­lo­gy News Net­work, HareetzJewish Press, Fox NewsThe Time of Isra­el

Quel­len der Bil­der: Sasha Flit, Tel Aviv Uni­ver­si­ty; Anat Rasi­uk, Isra­el Anti­qui­ties Aut­ho­ri­ty

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